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interview_mit_patrick_n._kraft [deprilibri.de]
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Interview mit Patrick Kraft

deprilibri: Herr Kraft, in Ihrem Buch schreiben Sie von Ihrem Weg in die und aus der Depression. Wie geht es Ihnen heute?
P.K.: »Mittlerweile bin ich depressionsfrei. Das sagt mir nicht nur mein Gefühl, sondern das bestätigen auch die letzten diagnostischen Untersuchungen. Lediglich ganz normale Tiefs kommen mal vor, so wie sie vermutlich jeder hat.«

deprilibri: Viele fragen sich während einer Episode, ob die Depression geheilt oder „nur“ behandelt werden kann. Was glauben Sie? Sind Sie Ihre Depression ganz losgeworden, oder spüren Sie im Alltag noch eine gewisse Anfälligkeit?
P.K.: »Die Anfälligkeiten sind wirklich minimal. Ich habe zudem den Eindruck, dass diese immer weiter ausklingen. Im Endeffekt ist es wohl ein Mix aus geheilt und behandelt, was in keiner Weise negativ ist. Wie sagt man so schön „die Mischung macht's!“«

deprilibri: Gehen Sie heute noch zu einer therapeutischen Maßnahme, oder nehmen Sie Medikamente aus Gründen der Nachhaltigkeit?
P.K.: »Nein, Medikamente brauche ich schon seit über einem halben Jahr nicht mehr. Auch meine Therapie ist mittlerweile (erfolgreich) ausgelaufen.«

deprilibri: Haben Sie Angst vor einer erneuten Episode?
P.K.: »Der Gedanke daran erschreckt mich nicht. Durch die Therapie und meine Erfahrungen mit der Krankheit fühle mich sehr gut aufgestellt und absolut stabil. Sollte doch noch einmal etwas „anrollen“, bin ich mir sicher, damit gut alleine umgehen zu können, ohne wieder in eine richtige Depression zurückzufallen.«

deprilibri: Haben Sie aus Ihrer Depression auch etwas gelernt? Glauben Sie rückblickend, dass die Depression bei Ihnen auch zu etwas gut war - oder hat sie Ihnen nur geschadet?
P.K.: »Ich halte es da wie Michael J. Fox in seinem Buch „Comeback“. Wie er unter der Krankheit Parkinson, habe ich unter der Depression sehr gelitten, bin gefühlt durch die Hölle gegangen, aber ohne dieses Erlebnis wäre ich definitiv nicht der, der ich jetzt bin. Ich habe mich noch nie in meinem Leben so gut gefühlt. Und wer so etwas übersteht, den kann kaum noch etwas aus der Bahn werfen.«

deprilibri: Immer wieder wird in der Presse auf das „immer noch große Stigma“ der Krankheit hingewiesen. Sie sind durch Ihr Buch ja sehr offen mit der Krankheit umgegangen, wie hat Ihr Umfeld darauf reagiert?
P.K.: »Genau dieses Stigma war der Hauptgrund, warum ich sehr offen mit meiner Erkrankung umgegangen bin und auch das Buch veröffentlichen wollte. Ich hoffe, damit etwas gegen diese Stigmatisierung beitragen zu können. Auch, wenn es vielleicht nur ein ganz kleiner Anteil ist.
Mein Umfeld hat eher positiv reagiert. Das Wort „mutig“ ist öfter gefallen.«

deprilibri: War die Behandlung, die Sie erfahren haben, genau richtig, oder wäre sie rückblickend anders besser für Sie gewesen? (Falls letzteres zutrifft: Wie hätte die Behandlung idealerweise ausgesehen?)
P.K.: »Meine Behandlung war in Ordnung. Ich hatte eine sehr gute Therapeutin, und die Reha war das Non-plus-ultra. Diese beiden Parts haben enorm viel ausgemacht. Dazu kam dann noch mein eigener Einsatz. Das läuft aber nicht immer so. Viele Patienten suchen viel zu lange einen Psychiater und/oder Therapeuten, denn die Wartezeiten sind enorm. Oft kommt die Hilfe daher zu spät. Ich selber würde im Nachhinein viel früher zum Arzt gehen.«

deprilibri: Viele Beziehungen scheitern, wenn ein Partner an einer Depression erkrankt. Sie haben ja auch die Erfahrung gemacht, wie belastend es für eine Ehe sein kann, und letztlich hat sie bei Ihnen gehalten. Was würden Sie anderen Paaren in einer ähnlichen Situation raten?
P.K.: »Gaaaanz wichtig: Auch der Partner braucht Hilfe, darf nicht auf sich allein gestellt sein, denn die Belastung durch einen depressiven Partner ist enorm und alleine kaum zu schaffen. Gut ist eine Selbsthilfegruppe für Angehörige, doch die gibt es leider kaum. Freunde sind wichtig, für beide.
Im Nachhinein möchte ich mit meiner Frau nicht tauschen, was sie ausgehalten hat, ist kaum in Worte zu fassen.«

deprilibri: Wie wichtig waren Familie und Freunde in dieser Zeit für Sie?
P.K.: »Die Krankheit hat mir bewusst gemacht, wie wichtig soziale Kontakte doch im Leben sind.«

Herzlichen Dank!

Titel:

interview_mit_patrick_n._kraft.txt · Zuletzt geändert: 2012/11/03 20:38 von merle